Wenn der Schnee die Landschaft verzaubert, erwacht die Natur zu einer stillen Pracht. Besonders an Seeufern offenbart sich jetzt eine einzigartige Welt winterharter Pflanzen. Hier verbindet sich das Wandern mit dem Entdecken von Kräutern, die selbst bei Frost ihre Kraft bewahren.
Zertifizierte Experten führen durch diese besonderen Touren. Sie erklären, wie man Fichtenspitzen, Vogelmiere oder Beifuß erkennt. Jede Pflanze erzählt dabei eine Geschichte – von traditioneller Heilwirkung bis zu moderner Küchenmagie.
Nach dem Sammeln wird es praktisch: In Workshops entstehen Teemischungen oder Salben. Die ruhige Atmosphäre am gefrorenen See verstärkt das Erlebnis. Selbst erfahrene Naturfreunde staunen über verborgene Schätze unter der Schneedecke.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Entdeckung heimischer Heilpflanzen auch bei Schnee und Eis
- Praxisnahe Workshops zur Verarbeitung gesammelter Kräuter
- Fachkundige Begleitung durch zertifizierte Kräuterpädagogen
- Kombination aus Bewegung, Bildung und Naturgenuss
- Geeignet für Einsteiger und Fortgeschrittene jeden Alters
Erkundung der winterlichen Natur und Wildkräuter
Selbst unter Schneedecken gedeihen Wildkräuter mit beeindruckender Vitalität. Die frostige Natur hält Überraschungen bereit: Ganzjahrespflanzen wie Brennnessel oder Spitzwegerich zeigen jetzt ihre charakteristischen Merkmale. Im Winter konzentrieren sie Bitterstoffe und Vitamine – eine clevere Überlebensstrategie.
Beim Sammeln kommt es auf Details an. Junge Triebe der Gundelrebe unterscheiden sich deutlich von ausgewachsenen Exemplaren. Pflanzen wie Löwenzahn entwickeln unter Kälteeinfluss kompaktere Blattformen. Diese Veränderungen machen die Erkennung zur spannenden Entdeckungsreise.
Die intensive Wirkung winterlicher Kräuter nutzen Menschen seit Jahrhunderten. Bärenklau stärkt als Tee die Abwehrkräfte, während Beifuß bei Muskelverspannungen hilft. Deren Wirkung entfaltet sich besonders in selbstgemachten Salben oder Tinkturen.
Fachleute betonen: Schnee wirkt wie ein Isolator und schützt zarte Triebe. Diese natürliche Schicht ermöglicht es, frische Wildkräuter selbst bei Minusgraden zu ernten. Gleichzeitig fördert die ruhige Atmosphäre ein neues Verständnis für ökologische Kreisläufe.
Angebot und Ablauf der Kräuterwanderung
In Unterach startet eine dreieinhalbstündige Entdeckungsreise durch die Pflanzenwelt. Die Kräuterwanderung kombiniert eine 1,5- bis 2-stündige Rundtour mit praktischen Workshops. Dabei lernen Teilnehmer nicht nur Heilpflanzen kennen, sondern verarbeiten sie direkt vor Ort.
Für €65 pro Person erhalten Gäste:
• Vollständiges Workshop-Material
• Selbstgemachte Naturprodukte zum Mitnehmen
• Bio-Jause mit Kräuteraufstrichen
• Exklusive Rezepte für Zuhause
Gruppen profitieren von attraktiven Konditionen:
7-9 Personen: €450 Pauschalpreis
10-12 Teilnehmer: €550
12-14 Gäste: €620
Die zertifizierte Kräuterpädagogin Helga begleitet jede Wanderung. Mit botanischem Fachwissen und traditionellen Geschichten macht sie jede Pflanze zum Erlebnis. „Jedes Blatt erzählt hier sein eigenes Märchen“, verrät sie lächelnd.
Wichtige Ausrüstung:
• Schraubglas (250ml)
• Trinkflasche
• Wanderschuhe
• Wetterfeste Kleidung
Treffpunkt ist Kohlstatt 6e in Unterach. Auf Wunsch kommt Helga auch zu Privatveranstaltungen – gegen Übernahme der Fahrtkosten. Die Zeit am Seeufer wird so zum individuellen Naturerlebnis.
Winterliche Kräuterwanderungen am Seeufer: Erlebnisse und Workshops
Die eigentliche Magie entfaltet sich, wenn gesammelte Kräutern in duftende Kreationen verwandelt werden. In praktischen Workshops lernen Teilnehmer, frostresistente Pflanzen zu würzigem Salz, cremigen Pestos oder heilsamen Tinkturen zu verarbeiten. Jeder Handgriff verbindet altes Wissen mit moderner Anwendung.
Frisch gebackenes Brot bildet die Basis für eine gemeinsame Verkostung. Selbstgemachte Kräuterbutter oder Bärlauch-Aufstriche zeigen sofort die Wirkung der Pflanzen. „Hier schmeckt man den Winter in seiner reinsten Form“, schwärmen regelmäßige Gäste.
Mitnahmeprodukte variieren je nach Saison:
- Duftender Blütenzucker aus Gänseblümchen
- Belebende Creme mit Fichtennadeln
- Immunstärkender Holunder-Tinktur
Märchen wie die Sage der schweigenden Bäume begleiten die Arbeit. Eine Teilnehmerin erklärt: „Die Geschichten verankern das Gelernte – plötzlich versteht man, warum Beifuß bei Muskelproblemen hilft.“
Spezialitäten wie Latschenkiefer-Honig oder Rosmarin-Zitronen-Sirup runden das Erlebnis ab. Diese Kostproben demonstrieren die Vielseitigkeit der Kräuterwanderungen. Gleichzeitig entsteht eine besondere Dynamik: Das gemeinsame Schaffen am Seeufer fördert sowohl Wissenstransfer als emotionale Bindungen zur Natur.
Fazit
Die Verbindung von Natur und praktischem Wissen macht diese Touren zu etwas Besonderem. Teilnehmer lernen nicht nur Pflanzen in ihrer Winterform kennen, sondern verarbeiten sie direkt zu nützlichen Produkten. Die Wirkung heimischer Kräuter wird so hautnah erlebbar.
Zertifizierte Expertinnen wie Helga vermitteln fundiertes Wissen über Wildkräuter und deren Anwendung. Ob Salbenherstellung oder Kräuterküche – jede Wanderung bietet neue Einblicke. „Die Geschichten dazu sind genauso wertvoll wie die Rezepte“, bestätigt Teilnehmerin Julia.
Für 2025 stehen bereits Termine wie „Winter-Kräuterapotheke & Wilde Küche“ (7.-8. Februar) fest. Gutscheine im Online-Shop ermöglichen flexible Geschenkideen. Renates Feedback fasst es zusammen: „Eine wunderschöne Zeit, die Lust auf mehr macht.“
Wer Kräutern im Winter begegnen möchte, findet hier ein einzigartiges Erlebnis. Die Kombination aus Bewegung, Bildung und kreativer Verarbeitung schafft bleibende Erinnerungen – direkt am schneebedeckten Ufer.